Wunderprodukt Hanf 

Montag, 22. Juni 2020

Wunderprodukt Hanf 

Hanf gehört zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt. Die frühesten Nachweise für die Verwendung von Hanffasern durch den Menschen reichen bis in das dritte Jahrtausend vor Christus zurück. Im Grunde ist das nicht weiter verwunderlich, denn Hanf ist eine äußerst vielfältig einsetzbare Pflanze. Bis ins 20. Jhdt. wurden Hanffasern für die Herstellung von Segeltuch und Seilen genutzt und auch heute werden aus Hanf eine Vielzahl von Produkten hergestellt. Darunter finden sich Textilien, Zellstoffe und Kunststoffe. Dazu wird die Pflanze nicht nur als Faser-, sondern auch als Ölpflanze genutzt. Das heißt, dass daraus auch Lebensmittel und Arzneimittel gewonnen werden.

In den letzten Jahren wurde Hanf als Lebensmittel immer salonfähiger. Angefangen hat das mit dem Vegetarier- bzw. Veganer-Boom und mit der Superfoodwelle gelang dieser vielseitigen Pflanze der endgültige Durchbruch. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie sehr gesund ist. Für die Verwendung als Lebensmittel sind vor allem die Samen der Hanfpflanzen interessant. Diese sind braun bis schwarzgrau, haben drei bis vier Millimeter Durchmesser und sind von einer Fruchtschale umhüllt. Sie haben einen herb-würzigen Geschmack und erinnern dabei an Nüsse. Beim Kochen kann man Sie ähnlich einsetzen. Sie werden als Garnierung für Suppen und Salate verwendet, finden sich in Müslis und Desserts und auch in viele vegetarischen Gerichten machen sie sich gut.

Gemahlen können die Samen zum Backen verwendet werden, wobei sie sogar als Ersatz für herkömmliches Getreidemehl dienen. Außerdem können sie gepresst werden. Das so gewonnene Öl ist außerordentlich schmackhaft und passt wunderbar zu Salat, für Gemüsegerichte oder Pestos.

Neben den Hanfsamen werden Lebensmittel aber auch noch aus den Blüten und Blättern der Hanfpflanze hergestellt. Diese werden vor allem getrocknet und als Tee angeboten.

Insgesamt ist die Bandbreite von Hanflebensmitteln mittlerweile sehr groß, wobei die meisten, wie z. B. Hanfschokolade oder -mus, noch nicht sehr weit verbreitet sind.

Hanf ist gesund

Hanfprodukten werden allerhand gesundheitliche Vorteile nachgesagt. So sollen sie den Cholesterinspiegel senken, beim Abnehmen und beim Muskelaufbau helfen und sogar gegen Krebs vorbeugen. Auch gegen Bluthochdruck und Herz-Kreislauferkrankungen soll es eine vorbeugende Wirkung geben und das Immunsystem sollen gestärkt werden. Ob das alles den Tatsachen entspricht, sei einmal dahingestellt. (Obwohl die Hanfpflanze schon so lange von Menschen verwendet wird, gibt es erst seit kurzem intensive Forschung über ihre positiven Wirkungen. Diese ersten Erkenntnisse sind durchaus positiv, es ist aber noch zu früh, um wirklich klare Aussagen darüber treffen zu können.)

Was jedoch bereits klar ist: es ist vom ernährungsphysiologischen Standpunkt aus betrachtet durchaus sinnvoll, Hanfprodukte zu essen. Hanfsamen sind nämlich reich an essentiellen Fettsäuren, also Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren im Verhältnis von 1:3, was für den Körper sehr günstig ist. Dazu kommt, dass Hanfsamen nicht nur viel leicht verdauliches Protein enthalten, das als vollwertiger Ersatz für tierisches Eiweiß angesehen werden kann, sondern auch reich an den Vitaminen B1, B2, B6 und E sind. Daneben ist der Gehalt an Mineralstoffen, wie bspw. Eisen, Calcium, Magnesium und Phosphor, sehr hoch.

Hanfprodukte sind nicht berauschend

Die Hanfpflanze produziert mehr als 60 verschiedene Cannabinoide. Die beiden bekanntesten davon sind THC und CBD, Letzteres ist in letzter Zeit in aller Munde.

Im Gegensatz zum CBD, hat THC eine stark psychoaktive und halluzinogene Wirkung, was der Grund dafür ist, dass Hanf in vielen Ländern verboten wurde. Für die Lebensmittelerzeugung in Europa dürfen jedoch nur Hanfsorten verwendet werden, deren THC-Gehalt unter 0,3 % liegt. Dieser Gehalt ist so gering, dass die Pflanzen nicht unter das Suchtmittelgesetz fallen. Dabei unterliegen Hanfproduzenten in der EU strengen und regelmäßigen Kontrollen, weshalb die Produkte unbedenklich sind. Vorsicht ist geboten beim Kauf von Hanfprodukten, die außerhalb der EU hergestellt wurden.

Fazit

Ob Hanf wirklich das Wunderprodukt ist, als das es in der Werbung immer wieder angepriesen wird, sei einmal dahingestellt. Tatsache ist, dass Hanfsamen viele Omega-Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe enthalten, die es zu einem wertvollen, vollwertigen Lebensmittel machen, dass gerne regelmäßiger auf dem Speiseplan stehen darf. Zudem sind Hanfprodukte auch für Allergiker hervorragend geeignet, denn sie sind laktose- und glutenfrei.

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