Glücklich und gesund - mit scharfem Essen

Dienstag, 25. August 2020

Glücklich und gesund - mit scharfem Essen

Viele Menschen lieben Chili im Essen, andere können gerne darauf verzichten. Wie man persönlich auch dazu stehen mag, Chili ist auf jeden Fall gesund und macht auch noch glücklich.

Warum sind Chilis scharf?

Das Rätsel, warum Chilis scharf schmecken, konnte erst im Jahr 1997 gelöst werden. Dort entdeckten Wissenschaftler im Gehirn Capsaicin-Rezeptoren. Da Chilis viel Capsaicin enthalten, ist es also dieser Stoff, der beim Verzehr von Chilis das Hitzegefühl auslöst. Die gleichen Rezeptoren sind nämlich auch bei heißen Temperaturen aktiv.

Isst nun jemand ein Gericht mit Chili, dann kommt im Gehirn das Signal an, dass diese Person sich gerade die Zunge verbrennt. Kein Wunder also, dass einem heiß wird.

Wie scharf ist Chili?

Die Schärfe von Chili wird in sogenannten “Scoville” gemessen. Die höchste Stufe beträgt 16 Millionen Scoville, was reines Capsaicin wäre. In der Natur kommt diese hohe Stufe aber nicht einmal annähernd vor. Die schärfsten Chilisorten der Welt haben rund 100.000 Scoville. Zu diesen Sorten zählen z. B. die karibischen Scotch-Bonnet-Chilis oder die mexikanischen Habaneros. Ein normales Chili-Gericht kommt da maximal auf 30.000 Scoville, dann ist es aber schon sehr scharf.

Chili tut gut

Chilis und das daraus gewonnene Gewürz Cayennepfeffer sind nicht nur aufgrund ihrer Schärfe belebend, sie tun dem Körper auch gut. So regen sie den Appetit an, aber nicht nur das. Auch der Kreislauf wird angekurbelt und die Durchblutung verstärkt. Außerdem soll Chili gegen Verdauungsschwäche und Blähungen sowie bei Muskelschmerzen und Verspannungen helfen und hat zudem antibakterielle Eigenschaften.

Außerdem enthalten die knallig bunten Schoten - von rot über orange bis hin zu gelb - die Vitamine A, B1, B2, B3, C und E sowie die Mineralstoffe Eisen und Calcium. Der Vitamin-C-Gehalt einiger Chilisorten ist sogar doppelt so hoch wie der von Zitronen. Das Capsaicin schützt des Weiteren die Magenschleimhaut und soll die Blutfettwerte positiv beeinflussen können.

Warum scharfe Lebensmittel glücklich machen

Scharfe Lebensmittel machen glücklich, weil sie so etwas Ähnliches sind wie eine natürliche, vollkommen harmlose, sogar gesunde Droge. Die Erklärung dafür ist einfach: Schärfe wird von vielen Menschen oft mit Schmerz gleichgesetzt. Das ist nicht nur eine subjektive Wahrnehmung im Gehirn, sondern es scheint, als könne der menschliche Körper tatsächlich nicht zwischen Schärfe und Schmerz unterscheiden. Die Reaktion des Körpers auf Schärfe ist also dieselbe wie auf Schmerz - es werden Endorphine ausgeschüttet, damit der Schmerz nachlässt. Diese Endorphine dämpfen nicht nur den Schmerz, sondern lösen auch ein Glücksgefühl aus. Es gibt sogar einen eigenen Namen für dieses Phänomen, da es beim Verzehr von Chilis regelmäßig vorkommt: Pepper-High-Effekt.

Was, wenn ich keinen Chili vertrage?

Wie bereits erwähnt, gibt es viele Menschen, die mit scharfem Essen ihre Probleme haben. Hier heißt es nicht verzagen. Sollten Sie bei scharfem Essen nur tränende Augen und brennende Schleimhäute sowie übermäßigen Schweiß davontragen, können Sie etwas dagegen tun. Der Körper gewöhnt sich nämlich gegen alles und damit auch gegen Chilischärfe - regelmäßiges Training vorausgesetzt. Je öfter jemand Chili konsumiert, desto mehr gewöhnen sich die Geschmacksknospen daran. Mit der Zeit steigt also die Schärfetoleranz. Will man diese verbessern, sollte man einfach regelmäßig scharf essen. Und zwar so scharf, dass es gerade noch in Ordnung ist oder sogar schon ein wenig über der Grenze. Mit der Zeit erhöht sich die Toleranz so ganz automatisch.

Wenn wir beim Training einmal zu viel erwischen, sollten wir übrigens als kurzfristige “Löschmethode” Reis, Milch oder Gurkensalat nutzen. Wasser macht es dagegen nur noch schlimmer.

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